Beschwingt ins nächste Jahrzehnt

Ein Artikel aus dem Erdinger Anzeiger vom 30. April 2018:

Als „Erfolgsgeschichte“ bezeichnete Ulrike Scharf die Entwicklung der Stadtkapelle Erding. Die CSU-Landtagsabgeordnete engagiert sich im Vorstand der Stadtkapelle und führte am Samstagabend durchs Frühjahrskonzert. Besonders hob sie Walter Dorn als energiegeladenen Motor und den musikalischen Leiter Martin Hirsch hervor, mit dem man „unglaubliches Glück“ habe. Sie lobte auch die engagierten Musizierenden.

Beim gut besuchten Konzert in der Stadthalle begeisterte das 65-köpfige Ensemble mit einem vielseitigen, anspruchsvollen und unterhaltsamen Programm. Das Jugendorchester entfachte mit seinen Klängen frischen Wind, der von guter Laune und Abenteuerlust erzählte, und entführte mit „Aladdin“ von Alan Menken in ein orientalisches Musikmärchen.

Spannende Klänge und eine packende Rhythmik mit pointiertem Witz kennzeichnen das Werk „Slava“, das Leonard Bernstein seinem Freund, dem großen Cellisten Mstislav Rostropowitsch widmete, dessen Spitzname dem Stück den Namen gab. Mit dieser interessanten Komposition eröffnete die Stadtkapelle ihr Programm – eine raffinierte, jazzig angehauchte Nummer, die an pfiffige Zirkusmusik erinnerte. Großen Applaus gab es für den Saxophonsolisten Erik Marijanovic, der mit der Stadtkapelle die „Fantaisie pour Saxophone Alto“ von Jules Demersseman (1833-1866) spielte – ein Stück, das viele Klangmöglichkeiten des Instruments vorstellte, das 1840/41 von Adolphe Sax konstruiert worden ist. Der Erfinder war mit Demersseman befreundet.

Als „kleine Generalprobe“ bezeichnete Scharf die „Suite from Hymn of the Highlands“ von Philip Sparke, die die Stadtkapelle auch am Sonntag in Ingolstadt beim Oberstufenwettbewerb spielte, ebenso wie das Pflichtstück „Southwest Summer“ von Robert W. Smith. Zwei bilderreiche Kompositionen, in denen reizvolle Klanglandschaften entwickelt wurden. Die Interpretation beider Werke als Vorpremiere zeigte: Die Stadtkapelle hat sich mit großer Spielfreude auf den Wettbewerb vorbereitet. „Wir drücken die Daumen“, versprach Scharf. Man konnte sich sicher sein, dass in der großen Fangemeinde viele dieser Aufforderung nachkamen.

„Tintin“ des belgischen Komponisten Dirk Brossé ist eine Hommage an die Comic-Helden „Tim und Struppi“. Rasant, nachdenklich, vorwitzig, mit dramatischen Steigerungen und gemütlichem Walzertakt kam diese Musical-Suite daher und erweckte das Tim-und-Struppi-Abenteuer „Die Gefangenen der Sonne“ zum Leben. Zum Finale: nostalgischer Swing mit einem Glenn-Miller-Medley. Damit war noch nicht Schluss, denn die begeisterten Zuhörer forderten vehement eine Zugabe. Diese schenkte Hirsch mit verschmitztem Charme allen, die für die Stadtkapelle da sind: „Von ganzem Herzen“ hieß die beschwingte Polka von Jürgen Malterer.

Bayerns Oberstufen-Kapellen präsentieren sich in Bestform

Ein Artikel von der Homepage des Bayerischen Blasmusikverbands (BBMV) vom 29. April 2018:

Einen Oberstufenwettbewerb mit bislang nie dagewesener Leistungsdichte erlebte der Bayerische Blasmusikverband am heutigen Sonntag (29. April 2018). Im Stadttheater Ingolstadt trafen sich zehn der besten bayerischen Oberstufenblasorchester und ermittelten den (inoffiziellen) bayerischen Meister.

Erkheims Dirigent Michael Werner reckt den begehrten Wanderpokal des Oberstufen-Landessieger in die Höhe.

Die Blaskapelle Martk Erkheim bei ihrem erfolgreichen Wettbewerbsvortrag.
„Wir hatten erstmals keine ‚Ausreißer‘ nach unten“, bestätigte Juryvorsitzender und Bundesmusikdirektor Heiko Schulze. Gleichwohl hätte die Jury einen 10. Platz vergeben müssen und auch einen 1. Platz, wie der Juror bei der Preisverleihung den anwesenden Musikern mitteilte. Tatsächlich war die hohe Leistungsdichte auch an der Punktetabelle abzulesen – ein so hohes Niveau hatte es beim Oberstufenwettbewerb vermutlich vorher noch nie gegeben.

Am Ende stand die Musikkapelle Markt Erkheim (MON-Präsident Dr. Marcel Huber und Landesdirigent Frank Elbert konnten neben dem Pokal auch 1000 Euro Preisgeld überreichen) aus dem Allgäu-Schwäbischen Musikbund nach 2016 zum zweiten Mal ganz oben auf dem Siegertreppchen – zum ersten Mal mit ihrem neuen Dirigenten Michael Werner. Den zweiten Platz (verbunden mit 600 Euro Preisgeld) belegte die Musikkapelle Gerlenhofen mit ihrer Dirigentin Andrea Böttinger – ebenfalls aus dem Allgäu-Schwäbischen Musikbund. Den 3. Platz und 400 Euro Preisgeld hatte sich die Tölzer Stadtkapelle mit Dirigent Josef Kronwitter erspielt. Die Tölzer hatten den Wettbewerb in der Vergangenheit bereits zweimal gewinnen können und sind wohl mit zusätzlich mehreren zweiten und dritten Plätzen der insgesamt erfolgreichste Teilnehmer dieses Wettbewerbs.

Die weiteren Plätze belegen:
4. Platz: Musikvereinigung Thannhausen (ASM)
5. Platz: Symphonisches Blasorchester Pettstadt (NBMB)
6. Platz: Musikkapelle Münsing (MON)
7. Platz: Musikverein Dasing (ASM)
8. Platz: Symphonisches Blasorchester der Musikkapelle Lengfurt (NBMB)
9. Platz: Musikverein Ebrachtaler Musikanten Burgebrach (NBMB)
10. Platz: Stadtkapelle Erding (MON)

Im Herbst diesen Jahres beginnt bereits wieder der nächste „concerto“-Wettbewerb, der turnusgemäß in der Mittelstufe ausgetragen wird. Im kommenden Frühjahr findet der Landesentscheid dann wieder auf dem Gebiet des Nordbayerischen Musikbundes statt. In zwei Jahren ist dann wieder der Oberstufenwettbewerb dran – die Musikkapelle Markt Erkheim ist als Titelverteidiger wieder automatisch startberechtigt, sofern die Kapelle in der Zwischenzeit nicht in der Höchststufe antritt.

Ergebnisliste:

Frühjahrskonzert läutet Festjahr ein

Ein Artikel aus dem Erdinger Anzeiger vom 25. April 2018:

Drei Jahrzehnte Stadtkapelle: Das muss gefeiert werden, finden Vorsitzender Walter Dorn und die 114 Musiker. Der Startschuss ist das Frühjahrskonzert am Samstag, 28. April, um 20 Uhr in der Stadthalle Erding – der konzertante Höhepunkt jedes Jahr. Im Herbst sind weitere Veranstaltungen geplant.

Die Geschichte der Stadtkapelle Erding lässt sich bis ins Jahr 1927 zurückverfolgen. Nach mehreren Auflösungen fasste der Stadtrat 1988 den Beschluss, wieder eine Stadtkapelle zu gründen. Vize-Bürgermeister Jakob Mittermeier wurde zum Vorsitzenden gewählt, die musikalische Leitung übernahm Kurt Müller, Lehrer an der Kreismusikschule. Schon an der Gründungsversammlung nahmen so viele Musiker teil, dass problemlos alle Register besetzt werden konnten.

Die Proben wurden aber teilweise mit dem Ziel eines baldigen Auftritts absolviert und nicht mit der Absicht, einen harmonischen Klangkörper zu formen. So gab Müller den Dirigentenstab an Herbert Matzeit weiter. Damit verschwanden die Holzbläser, die Marschrichtung hieß Brassmusik. Dieser Wechsel fand bei den Musikern heiße Befürworter wie auch kompromisslose Gegner. Gleichwohl veranstaltete die Stadtkapelle 1993 zum ersten Mal in der Stadthalle ein anspruchsvolles Konzert.

Mit Peter Gasser trat wieder ein Berufsmusiker ans Pult. Die räumliche Entfernung des Dirigenten aus München bereitete jedoch bald Probleme. Mehr Ruhe und Harmonie kehrte schließlich mit dem Vorsitzenden Walter Dorn ein, der sich in diesem Amt bis heute engagiert. Der IT-Experte spielt das Tenor-Horn. Er konnte 1996 den Dirigenten Erich Baumgärtel verpflichten. Die Ausrichtung heißt seitdem konzertantes Blasorchester mit Holz- und Blechbläsern. „In dieser Besetzung ist die Stadtkapelle wieder in der Lage, ihrer Funktion im sozio-kulturellen Bereich der Stadt gerecht zu werden“, freut sich der 54-Jährige

2004 waren es berufliche Gründe, die einen weiteren Dirigentenwechsel notwendig machten. Der nahtlose Übergang und die musikalische Weiterentwicklung der Kapelle glückte mit dem Diplommusiker Martin Hirsch.

Durch die Gründung des Jugendorchesters 2000, die Fusion mit den Johannesbläsern 2004 und den Unterricht aus eigenen Reihen erfuhr die Stadtkapelle eine deutliche Verjüngung. Das Repertoire reicherte Hirsch mit Originalkompositionen und Werken aus der sinfonischen Blasmusik an. Zugleich legt er sein Augenmerk auf die bayerisch-böhmische Musik.

Ihre Qualität bewies die Stadtkapelle in zahlreichen Wertungsspielen des Musikbunds. So wurde sie als beste Mittelstufenkapelle Bayerns ausgezeichnet. Seit 2014 ist die Stadtkapelle Kulturpreisträger des Landkreises. Heuer werden die Musiker beim Landesentscheid des Musikbunds in der Oberstufe teilnehmen.

Blas­mu­sik auf höchs­tem Ni­veau

Ein Artikel aus dem Erdinger Anzeiger vom 28. März 2018:

„Es ist immer wieder ein Vergnügen, ihnen zuzuhören“, lobte Vize-Bürgermeister Ludwig Kirmair die Stadtkapelle Erding. Diese Saison steht ganz im Zeichen des 30. Jubiläums. Gefeiert wird am ersten Herbstfest-Wochenende, 1./2. September, im Rahmen des 26. Bezirksmusikfests.

Die Vorbereitungen geht der bewährte Vorstand an. Er wurde in der Hauptversammlung im Gasthaus Zur Post bestätigt. „Wir wollen bei unserem Jubiläum viele Kapellen in Erding begrüßen und bewirten. Es wird Blasmusik zum Anfassen geben, Musik soll in allen Straßen und Gassen klingen“, kündigte Vorsitzender Walter Dorn an. Geplant ist unter anderem ein Sternmarsch aller Kapellen zum Schrannenplatz. In einem Flyer wird es demnächst weitere Infos dazu geben.

Im vergangenen Jahr habe die Stadtkapelle „eine konstante musikalische Weiterentwicklung erlebt“, erklärte Dorn. „Wir haben den Leistungsbereich der Oberstufe erreicht, sind beim Verbandsentscheid des Oberstufen-Wettbewerbs in Fürstenfeldbruck immerhin schon Dritte geworden. Diesen Status wollen wir halten und weiter qualitativ anspruchsvolle Musik bieten.“ Der Vorsitzende berichtete weiter, dass die Aktiven 50 Proben und 28 Auftritte absolviert haben, und erwähnte auch den beachtlichen Einsatz bei der Aktion Erbse am Grünen Markt.

Aktuell zählt die Stadtkapelle 264 Mitglieder, darunter 114 Aktive. 45 von ihnen spielen im Jugendorchester, 69 in der Stadtkapelle. Erstaunlich, so Dorn, sei die Struktur: 14 Jahre beträgt das Durchschnittsalter im Jugendorchester, 29 Jahre in der Stadtkapelle. „Wir sind sehr froh, dass wir immer wieder neue Jugendliche haben, die in die Stadtkapelle wechseln. Überhaupt ist unsere Nachwuchsarbeit beispielhaft“.

Damit nahm Dorn das Lob für Dirigent Martin Hirsch vorweg, der ebenfalls sehr stolz auf seine Mannschaft ist. „Die Stadtkapelle befindet sich gegenwärtig auf dem höchsten musikalischen Niveau. Wir waren noch nie so weit entwickelt. Ich bin stolz darauf, euer Dirigent sein zu dürfen“, sagte Hirsch.

Dank der Hilfe der Stadt sei auch der ersehnte Probenraum neben der Carl-Orff-Grundschule in Altenerding bald fertig. Schließlich gab die Stadt, wie Kassier Friedhelm Rickert hervorhob, rund 13 500 Euro Zuschuss an die Kapelle, weitere 17 000 Euro flossen durch öffentliche Veranstaltungen, Spenden und den Musikbund in die Kasse. Den Einnahmen von rund 38 000 Euro standen Ausgaben von 35 000 Euro gegenüber. Hier entfällt das meiste Geld auf das Honorar des Dirigenten (7200 Euro), Konzertkosten und Proben (9400 Euro) sowie den Kauf neuer Instrumente und Musikalien (4500 Euro).

Bei den Wahlen wurde der Vorstand bestätigt: Dorn bleibt Vorsitzender, Ulrike Scharf seine Stellvertreterin. Rickert ist weiter für die Finanzen verantwortlich, Ilka Rathje-Kübler und Erich Baumgärtel prüfen die Kasse. Christoph Träger bleibt Schriftführer, Markus Scharfe und Olaf Kübler sind Beisitzer, Hirsch Dirigent.

Bildunterschrift: Geben bei der Stadtkapelle den Ton an (hinten, v. l.): Ilka Rathje-Kübler, Martin Hirsch, Erich Baumgärtel, Olaf Kübler; (vorne, v. l.) Christoph Träger, Walter Dorn, Friedhelm Rickert. Nicht auf dem Bild: Ulrike Scharf und Markus Scharfe.

Frühjahrskonzert der Stadtkapelle Erding

Ein Artikel aus dem Hallo Erding vom 28. März 2018:

Dieses Jahr lädt die Stadtkapelle Erding zu einem besonderen Konzert am Samstag, 28. April, um 20 Uhr in die Stadthalle ein. Der Verein feiert 30-jähriges Gründungsjubiläum.

Dieses Festjahr beginnt die Stadtkapelle mit ihrem konzertanten Höhepunkt – dem Frührjahrskonzert. Die Zuhörer dürfen sich auf einen bunten Blumenstrauß musikalischer Überraschungen freuen, auf einen kurzweiligen Abend mit den unterschiedlichsten Klangfarben von Piccolo bis Tuba, mit unterschiedlichsten Stimmungen von allegro bis morendo und mit unterschiedlichsten Bildern in Ihrer Fantasie! Tauchen Sie ein in die vielfältige Welt der sinfonischen Blasmusik! Die Musiker der Stadtkapelle Erding, mit ihrem musikalischen Leiter Martin Hirsch, freuen sich auf Ihr Kommen.

Das Konzert steigt am Samstag, 28. April, 20 Uhr in der Stadthalle. Karten gibt es im Vorverkauf bei Reisebüro Scharf in der Langen Zeile, Tel. (08122)8802088. Tickets kosten nach Kategorie 12 oder 15 Euro. Für Kinder unter 16 Jahren ist die Veranstaltung kostenfrei.

Einladung zum Frühjahrskonzert der Stadtkapelle Erding

Liebe Musikfreunde,
wir möchten Sie recht herzlich zu unserem Frühjahrskonzert am Samstag, den 28. April, um 20 Uhr in die Stadthalle Erding einladen.
Die Stadtkapelle Erding wurde vor 30 Jahren wiedergegründet und das wollen wir mit verschiedenen Veranstaltungen über das ganze Jahr feiern. Die Eröffnung unseres Jubiläumsjahres starten wir mit dem Frühjahrskonzert in der Stadthalle.
Träumen Sie – durch musikalische Bilder der schottischen Highlands, Genießen Sie – Klassik der sinfonischen Blasmusik und Solisten auf Blasinstrument, Fühlen Sie – die Vielfältigkeit von Comic-Helden, Swingen Sie – in der Stadthalle.
Eintrittskarten zu 12.-/15.-€ sind im Reisebüro Scharf oder an der Abendkasse erhältlich. Kinder und Jugendliche bis 16 Jahre haben freien Eintritt.
Auf Ihren Besuch freuen sich die Musiker der Stadtkapelle Erding.

Folgende Stücke werden wir unter Anderem auf unserem Konzert zum Besten geben:
Slava
Hymn of the Highlands: Adross Castle – Alladale – Dundonnell
Tintin
Fantaisie (Saxophon Solo)
Glenn Miller Medley

Volle Unterstützung für die Stadtkapelle

Ein Artikel aus dem Erdinger Anzeiger vom 23. Februar 2018:

Sie ist das musikalische Aushängeschild der Stadt und seit 2014 auch Kulturpreisträger des Landkreises: die Stadtkapelle Erding. Heuer jährt sich ihre Wiedergründung zum 30. Mal. Das wird am ersten Herbstfest-Wochenende gefeiert.

Erding–Zum 30-jährigen Wiedergründungsfest der Stadtkapelle findet am Samstag/Sonntag, 1./2. September, das Bezirksmusikfest in Erding statt. Genau am ersten Herbstfest-Wochenende. Das ist kein Zufall. Dazu wird ein umfangreiches Programm geboten, dem die Stadträte im Verwaltungs- und Finanzausschuss jetzt zustimmten.

So ist am Samstag ein Musikantenwettbewerb „Bayrisch Böhmisch“ mit mehreren Kapellen im Festzelt geplant. Am Sonntag folgt ein Sternmarsch von Musikkapellen in die Innenstadt. Dabei marschieren die Musiker aus verschiedenen Richtungen zum Schrannenplatz. Dort wird dann eine Andacht gefeiert, ehe alle zusammen über die Lange Zeile zum Herbstfest ziehen.

Um diese Großveranstaltung stemmen zu können, unterstützt die Stadt das 60 Musiker starke Orchester mit einer Art Bürgschaft, wie sich Oberbürgermeister Max Gotz (CSU) ausdrückte. Damit sichert die Stadt zu, nachgewiesene ungedeckte Ausgaben bis maximal 8000 Euro zu übernehmen. Nur so könne eine Großveranstaltung dieser Art von einem Verein bewältigt werden, erklärte Gotz. Es gehe um Absperr- und andere Sicherheitsmaßnahmen, die sehr kostenintensiv seien, „weil wir dazu eine Fremdfirma brauchen, denn alle Materialien sind im Bauhof nicht vorrätig“. Außerdem führe der Vorstand der Stadtkapelle bereits Gespräche mit Sponsoren, um weitere Unterstützung zu bekommen.

Das Wiedergründungsfest ist das eine, der jährliche Zuschuss für die Stadtkapelle das andere. Diesen erhöht die Stadt ebenfalls, auf nun 16 000 Euro. Dies gilt für die nächsten fünf Jahre. Seit 2013 hatte es 12 000 Euro pro Jahr gegeben. Vorsitzende Walter Dorn begründete den Mehrbedarf mit den steigenden Kosten für die Nachwuchsarbeit im Jugendorchester, für Trachten, Instrumente und vor allem das Notenmaterial. Außerdem will der Verein nach 13 Jahren die Aufwandsentschädigung für seinen Dirigenten Martin Hirsch anheben. Sie liege „weit unter Aufwandsentschädigungen vergleichbarer Dirigenten“, schrieb Dorn. Und man wolle schließlich nicht, dass dieser auf falsche Gedanken komme, „außer uns musikalisch anzuführen“.

Beim OB und den Stadträten rannte Dorn mit seinem Antrag offene Türen ein. Auch wenn Hubert Niestroy (SPD), erst seit vergangenen März im Gremium, den Antrag „etwas dahingerotzt“ fand. Ihm fehlten die Nachweise, „denn ich kenne die Kostenentwicklung nicht“. Da half ihm der OB und betonte, dass die Stadtkapelle sämtliche Kosten detailliert nachweise: „Das hat eine sehr seriöse Tradition.“

Jakob Mittermeier (CSU) bezeichnete das Orchester als „exzellentes Aushängeschild“ der Stadt. „Es hat gute Musiker, weil es einen guten Dirigenten hat, der auch das Rüstzeug hat, sie weiterzuentwickeln.“ Rainer Mehringer (Freie Wähler), dessen Tochter selbst in der Stadtkapelle spielt, sprach von ständig fortschreitender Jugendarbeit. Und Ludwig Kirmair (CSU) empfahl Niestroy, Mitglied der Stadtkapelle zu werden, „dann kriegt man monatlich ein Schreiben, was alles passiert ist“. Letztlich stimmte das Gremium einhellig zu.

Bildunterschrift: Fesche Musiker hat die Stadtkapelle Erding in ihren Reihen. Mit ihrem Dirigenten Martin Hirsch (vorne, l.) und dem Vorsitzenden Walter Dorn (r. mit Tenorhorn) plant sie heuer große Veranstaltungen zum 30. Wiedergründungsfest.

Bezirksmusikfest zum Jubiläum

Ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 21. Februar 2018:

Stadtkapelle richtet Wettstreit von Musikanten aus

Zu ihrem 30-jährigen Bestehen feiert die Stadtkapelle Erding in diesem Jahr ein Bezirksmusikfest am Samstag und Sonntag, 1. und 2. September. Die Stadt Erding wird dazu eine Bürgschaft in Höhe von 8000 Euro übernehmen, falls die Kapelle auf Kosten sitzen bleibt, das hat der Verwaltungs- und Finanzausschuss am Dienstag beschlossen. OB Max Gotz (CSU) wies gleich darauf hin, dass die Stadtkapelle sich bereits um finanzielle Unterstützung bemühe. So habe sie bereits die Zusage, dass die Gastmusiker im Festzelt kostenlos bewirtet werden.

Das Bezirksmusikfest findet während des Erdinger Herbstfestes statt. Und Gotz vermutet, dass sich etliche Erdinger über verstärkerfreie Musik freuen werden. Geplant ist für Samstag, 1. September, ein Musikantenwettbewerb mit anschließender Siegerehrung. Am Sonntag folgt ein Sternmarsch in der Innenstadt, wo eine Andacht stattfindet, ein gemeinsamer Ausmarsch zum Festplatz bildet den Abschluss der Veranstaltung. Unter den Stadträten stieß die Bitte um eine Bürgschaft auf Zustimmung, ebenso die Idee eines Bezirksmusikfestes, das Werbung für das Volksfest sei, wie Jakob Mittermeier (CSU) sagte.

Dass die Stadtkapelle Erding sich mittlerweile den Ruf eines Aushängeschildes ihrer Heimatstadt erarbeitet hat, war auch an einem weiteren Beschluss des Verwaltungs- und Finanzausschusses abzulesen. Die Kapelle hatte darum gebeten, den jährlichen Zuschuss der Stadt Erding von 12000 auf 16000 Euro zu erhöhen – dies aber nur auf Vorlage von Rechnungen, die belegen, dass die Stadtkapelle finanziell überfordert ist. OB Max Gotz (CSU) machte schnell klar, dass er diesem Antrag gerne zustimmen wolle, ebenso sahen dies Rainer Mehringer (FW), Ludwig Kirmair und Jakob Mittermeier (beide CSU). Sie betonten, dass sich die Kapelle unter ihrem Dirigenten Martin Hirsch auf den Weg in den „Oberstufenbereich“ befinde, außerdem mache sie eine hervorragende Jugendarbeit. Nur Hubert Niestroy (SPD) war unzufrieden und meinte, der Antrag der Stadtkapelle erscheine ihm „hingerotzt“. Er wünsche genauere Hinweise zu Kosten für Noten, Instrumente, Ausgaben in der Jugendarbeit und die Aufwandsentschädigungen für den Dirigenten. Er stimmte am Ende aber auch zu, vielleicht auch weil Gotz gesagt hatte, dass die Stadtkapelle selbst versuche, Defizite mit Geld von Sponsoren abzudecken.

Musikerfasching 2018

Das Prinzenpaar 2018 der Narhalla Erding (Tabea I. und Max III.) überreichte im Rahmen des Musikerfaschings die Orden an die Vorsitzenden und Dirigenten der Stadtkapelle Erding und des Pfarrcaecilienvereins.

v.l.n.r.: Walter Dorn (1. Vorsitzender Stadtkapelle), Georg Rothenaicher (Dirigent Pfarrcaecilienverein), Tabea I. von HipHop und Fagott, Max III. von Taktstock und Touchdown, Arthur Görges (1. Vorsitzender Pfarrcaecilienverein), Martin Hirsch (Dirigent Stadtkapelle)