Ankündigung Konzert 2020

Von der Großstadt bis in die Berge entführt die Stadtkapelle ihr Publikum musikalisch beim diesjährigen Frühjahrskonzert am Samstag, 9. Mai 2020 um 20 Uhr. Dirigent Martin Hirsch hat auch dieses Jahr wieder ein vielfältiges Programm zusammengestellt. Life in The Capital City von Timo Forsström ist eine Komposition für symphonisches Blasorchester, welche verschiedene Orte Finnlands beschreibt. Hier kann sich der Zuhörer mitnehmen lassen auf eine Reise in die finnische Großstadt. Die Schönheit der Berge mit all ihrer Vielfalt wird in einem Klassiker der symphonischen Blasmusik, der Alpina Saga von Thomas Doss, zu hören sein. Lassen Sie sich ein auf ihre ganz persönliche Bergwanderung!
Auch die Stadtkapelle würdigt im Beethovenjahr den 250. Geburtstag des weltbekannten Komponisten. Inspiriert von Ludwig van Beethoven schrieb James L. Hosay das symphonische Porträt LUDWIG!. So ehrt auch die Stadtkapelle Erding einen der bedeutendsten Komponisten der Musikgeschichte.
Derek Bourgeois‘ Rhythm with a smile verpackt verschiedenste Rhythmen und Taktarten so leichtfüßig, dass sie den Zuhörern ein Lächeln ins Gesicht zaubern. Am Ende des Konzerts darf sich das Publikum auf ein „Zuckerl“ mit bekannten Melodien der 80er Jahre freuen.

Kammermusikwettbewerb des MON

Die beiden Klarinettenquartette der Stadtkapelle nahmen am Sonntag, 19. Januar, beim Verbandsentscheid Kammermusik des MON in Aschheim teil. Die „Kleinen“ erreichten in der Altersgruppe II 87 Punkte und somit einen sehr guten Erfolg.
Die „Großen“ wurden Verbandssieger in der Altergruppe II, Kategorie Klarinettenquartett, mit 94 Punkten und einem ausgezeichneten Erfolg. Sie werden zum Landesentscheid nach Würzburg weitergeleitet.

Die „Kleinen“ mit Klarinettenlehrerin Claudia Hirsch Die „Großen“

Verstimmung bei den Turmbläsern

Ein Artikel aus dem Erdinger Anzeiger vom 17. Dezember 2019:

Orchester der Kreismusikschule wird von Stadtkapelle ersetzt – Kompromiss sorgt für Unmut

Erding – Zum 47. Mal findet das traditionelle Turmblasen am Schrannenplatz an Heiligabend statt. Seit der Gründung ist das Blasorchester der Kreismusikschule (KMS) daran beteiligt. Doch dieses Jahr wurden die ambitionierten Laienmusiker vom Turm verbannt. Sie müssen ihre lieb gewonnene Tradition an die mit vielen Preisen ausgezeichnete Stadtkapelle abgeben. Verfügt hat das Reinhard Loechle, Organisator und Mitbegründer des Turmblasens. Er teilte sein Vorhaben dem Blasorchester in einer E-Mail am 4. November mit. Loechles anfängliche Idee war, das KMS-Blasorchester und die Altbairische Blasmusik, die seit rund fünf Jahren vor dem Rathaus ebenfalls am Turmblasen beteiligt ist, könnten sich künftig abwechseln. Das wendete Bernd Scheumaier, Leiter der KMS, in einem Telefongespräch mit seinem Vorgänger Loechle ab: „Das hätte bedeutet, dass unser Blasorchester heuer gar nicht dabei gewesen wäre. Das wäre wirklich ein Affront gewesen.“

Das neue Programm beginnt an Heiligabend nun eine viertel Stunde früher, sprich um 16.45 Uhr. Den Anfang macht die KMS-Blaskapelle vom Schrannenplatz aus, ab 17 Uhr spielen die Stadtkapelle vom Turm und die Altbairischen Bläser vor dem Rathaus im Wechsel. Zum Schluss gibt es noch ein gemeinsames Finale mit „Stille Nacht“.

Kreisvolksmusikpfleger Loechle begründet seine Entscheidung für die Stadtkapelle mit einer „nicht zufriedenstellenden Klang- und Tonqualität“ des Blasorchesters in den vergangenen Jahren, die aber nicht von der Qualität der Musiker herrühre. Sie sei darin begründet, dass das KMS-Blasorchester aus Blech- und Holzbläsern besteht und letztere von der erhöhten Position Intonationsprobleme hätten. Die Stadtkapelle spielt dieses Jahr ausschließlich mit Blechbläsern.

Kurt Müller, Leiter der KMS-Blaskapelle, ist mit dem Kompromiss nicht zufrieden. „Wir kommen uns vor wie eine Vorgruppe. Wir wären auch gerne beim Hauptgeschehen mit dabei.“ Müller und seine Musiker hätten einer Rotation aller drei Beteiligten mit jeweils fünf Stücken als fair empfunden. Gleichermaßen akzeptabel wäre der Vorschlag, den Spielort – Turm, Schrannenplatz und Rathaus – abzuwechseln. Loechle meinte dazu: „Wenn die Kreismusikschule irgendwann ein reines Blechblasorchester hat, können sie ja wieder auf den Turm.“ Müller wundert sich ein bisschen, dass Loechle das Programm allein bestimmen könne. Doch Stadt-Sprecher Christian Wanninger bestätigte auf Nachfrage unserer Zeitung, dass dem so sei.

Scheumaier betonte, dass er nichts gegen eine Veränderung habe und es sogar begrüße, dass die Stadtkapelle, mit der die KMS ein „sehr vertrauensvolles Verhältnis“ habe, in das Geschehen mit einbezogen werde. Doch das Vorhaben hätte fair, gleichberechtigt und nicht so kurzfristig umgesetzt werden müssen. So seien viele vor den Kopf gestoßen worden. „Ich bin täglich mit dieser Sache beschäftigt“, sagt Scheumaier. Für den KMS-Leiter ist auch noch nicht das letzte Wort gesprochen. „Ich bin mit der aktuellen Lösung nicht wirklich zufrieden. Im neuen Jahr werde ich ein Treffen mit allen Beteiligten einberufen, bei dem wir hoffentlich zu einer für alle zufriedenstellenden Lösung kommen.“

Endlich angekommen

Ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 5. Dezember 2019:

Die Stadtkapelle ist glücklich: Über der neuen Mensa in Altenerding hat sie endlich ein Domizil. Fachleute haben geholfen, den 230 Quadratmeter großen Proberaum professionell auszustatten.
Dirigent Martin Hirsch gibt Anweisungen an die sieben Trompetenspieler. Er summt die Melodie des nächsten Stückes: „Ganz filigran soll es klingen.“ Die Musiker der Stadtkapelle Erding warten auf das Zeichen von Hirsch. Er atmet tief ein und schwenkt seinen Taktstock. Schluss mit Stille. Die Melodie erfüllt den neuen Proberaum der Stadtkapelle über der neu gebauten Mensa der Grund- und Mittelschule Altenerding mit Klängen von Tuba, Hörner, Trompeten, Klarinetten, Posaunen und Saxofone und mehr.

Die hölzerne Decke ragt fünfeinhalb Meter hoch nach oben. 36 Segel hängen herunter – alles für den guten Klang. Seit September nutzt die Stadtkapelle Erding ihren neuen Proberaum. Die Architektur des 230 Quadratmeter großen Raumes ist auf den Klang der Instrumente ausgerichtet. Raumakustikspezialisten der Firma Fox Holz aus Österreich haben den neuen Proberaum über der Mensa in Altenerding mit Erdinger Architekten konzipiert. Helles Holz bestimmt die Farbgebung des Raumes. „Wir Musiker fühlen uns durch den eigenen Proberaum sehr wertgeschätzt“, sagt Klarinettenspielerin Rebecca Holzner. Die Stadt Erding mache den Musikern der Stadtkapelle damit eine große Freude. „Endlich haben wir ein musikalisches Zuhause bekommen“, sagt auch der junge Musiker Moritz Birg. Nun könnten sich alle Musiker der Kapelle gegenseitig hören, ergänzt Antonia Träger, die seit 2000 in der Stadtkapelle Trompete spielt. Es sei ein ganz anderes Gefühl, in diesen neuen Proberaum zu kommen. „Die muffige Turnhalle am Fliegerhorst gehört zum Glück der Vergangenheit an“, sagt sie. Wenn die Flöten am anderen Ende des Raumes spielen, könne sie nun jeden Ton hören. Das wäre davor nicht möglich gewesen.

Martin Hirsch leitet das Orchester seit Mai 2004 . „Damals waren wir noch viel weniger Musiker“, erinnert er sich. Die Mitgliederzahl stieg an, somit wurden auch die genutzten Quartiere um zu proben immer kleiner. Richtig angekommen wäre die Stadtkapelle bis vor zwei Monaten nicht. Hier hätte das Blasorchester nun endlich ein dauerhaftes und vor allem hochprofessionelles Domizil, sagt Hirsch. „Endlich ist es akustisch transparent. Ich kann jedes einzelne Instrument hören.“ Vorher wäre das allein schon wegen des Teppichs nicht möglich gewesen. Über die architektonische Hilfe der Firma Fox Holz sei er besonders erfreut. Den Wunsch, die Spezialisten zu beauftragen hatte er im Vorfeld bei der Stadt geäußert. Durch die spezielle Ausrichtung auf Blasorchester wüsste die Firma genau was „Frequenz frisst und wie die Materialien reagieren“.

Der Proberaum gehört nach wie vor der Stadt, steht der Stadtkapelle aber uneingeschränkt zur Verfügung. Von dem Mensabetrieb im Erdgeschoss des Gebäudes bekommt das Orchester nichts mit. Die Proben der Jugend- und Stadtkapelle finden ausschließlich donnerstags statt. Allerdings stehen dem neuen Proberaum noch zwei weitere Einzelproberäume zur Verfügung. „Die Einzelproberäume nutzen wir hauptsächlich für die Nachwuchsförderung“, sagt Hirsch. Eine Handvoll selbständiger Musiklehrer unterrichtet jeden Nachmittag Saxofon, Trompete und Klarinette. Die Stadtkapelle kümmert sich auch um den Nachwuchs, damit sie auch weiterhin bei Wettbewerben des Musikbundes von Ober- und Niederbayern Top-Platzierungen erreichen kann – so wie in den vergangenen Jahren. Die Stadtspitze ist stolz auf die Kapelle, deswegen durfte sie sich 2014 bereits in das Goldene Buch der Stadt eintragen. Im selben Jahr wurde ihr auch der Kulturpreis des Landkreises verliehen.

Bildunterschrift: Da passt eine Menge Musik rein: Der Raum ist fünfeinhalb Meter hoch, die Segel unter der Decke optimieren den Klang.

„Ein froher Tag“ für Schule und Stadtkapelle

Ein Artikel aus dem Erdinger Anzeiger vom 14. Oktober 2019:

Einweihung von Schulmensa und Probenraum
Ein neues, tolles Objekt ist in Erding seiner Bestimmung übergeben worden.

Erding – „Was lange währt, wird endlich gut“, sagte Erdings Oberbürgermeister Max Gotz bei der Einweihung des Probenraums der Stadtkapelle Erding, der gemeinsam mit der Mensa für rund 600 Schüler am Schulzentrum Altenerding-Süd in einem Neubau verwirklicht wurde. Der Festakt für beide Einrichtungen fand am Samstagvormittag statt. Das Gesamtprojekt hat laut Gotz rund 3,75 Millionen gekostet, Geld, das „hervorragend investiert“ sei.
Der moderne, mit viel Holz gestaltete Neubau für Mensa und Probenraum wurde vom Architekturbüro Richard Falterer geplant. Etwa 830 Quadratmeter Nutzfläche stehen zur Verfügung, der Probenraum ist 227 Quadratmeter groß.

Das Essen als bereicherndes Gemeinschaftserlebnis sei sehr wichtig, meinte Gotz. Diesen Gedanken griff auch der evangelische Pfarrer Christoph Keller auf, der gemeinsam mit seinem katholischen Kollegen Jan-Christoph Vogler die Segnung vornahm. Keller wies darauf hin, wie wichtig es sei, sich in Zeiten des gesellschaftlichen Wandels mit vorurteilsfreier Wertschätzung und menschlicher Zugewandtheit zu begegnen. Das könne man beim Essen in einer Mensa erleben.

Landrat Martin Bayerstorfer überbrachte einen „Riesenglückwunsch“. Architekt Falterer meinte, es sei sehr erfreulich, dass der Neubau trotz der hohen Auslastung in der Baubranche im vorgesehenen Zeitraum fertiggestellt werden konnte.

Gotz dankte der Stadtkapelle, die 13 Jahre auf einen eigenen Raum gewartet hatte, für ihr Vertrauen und ihre Geduld. Ihr Leiter Walter Dorn sprach enthusiastisch von einem „Quantensprung“ für sein Ensemble und nannte den Probenraum „die kleine Blasmusikphilharmonie“ von Erding. Dorn verwies auf die hervorragenden Leistungen des Orchesters, die ausgezeichnete musikalische Arbeit des Dirigenten Martin Hirsch und die herausragende Nachwuchsarbeit.

Bei der Einweihung sorgte die Stadtkapelle immer wieder für schwungvolle Abwechslung. Sogar eine Welturaufführung gab es an diesem Tag: Im Auftrag der Stadtkapelle hatte Johannes Rothenaicher einen flotten Marsch mit dem bezeichnenden Titel „Ein froher Tag“ komponiert.

Bildunterschrift: Re­den und Mu­sik: Die neue Schul­men­sa und der Pro­ben­raum für die Stadt­ka­pel­le Er­ding beim Schul­zen­trum Al­ten­er­ding-Süd wur­den in ei­nem Fest­akt ge­seg­net und of­fi­zi­ell ih­rer Be­stim­mung über­ge­ben.

Die vielen Facetten der Blasmusik

Ein Artikel aus dem Erdinger Anzeiger vom 13. Juli 2019:
Bläser-Sommerkonzert der Mädchenrealschule Heilig Blu bietet Vielfalt von Klassik über Filmmusik bis Rock

Mit einem beschwingten Konzert starteten die Bläsergruppen der Mädchenrealschule Heilig Blut mit viel Applaus in die bevorstehenden Sommerferien. Abwechslungsreiche Musik von Klassik über Filmmusik bis Rock spielten die Bläser, entführten die Zuhörer von Europa über Mexiko bis auf den Mars und zeigten so, wie vielseitig Blasmusik sein kann. Unter den zahlreichen Gästen konnte Direktor Josef Grundner auch Vize-Bürgermeister Ludwig Kirmair begrüßen, der sein Vorgänger an der Schule war und einst die Idee hatte, eine Bläsergruppe zu gründen.

So hatte nun die Bläserklasse der 5b an diesem Abend ihren premierenauftritt, den sie mit Bravour meisterte. Ob der Marsch „Royal Crown“, „A Classical Canon“ von Haydn oder der schwungvolle „Tequila“ – sie machten ihre Sache großartig.

Zum letzten Mal in dieser Formation spielte die Bläserklasse 6b „Feuerwerksmusik“ von Händel und entführte mit „Gathering in the Glen“ ins schottische Hochland. Der Dudelsack wurde durch Klarinette und Saxophon fantastisch ersetzt. Mit „Circle of Life“ aus dem König der Löwen wurde es emotional – ich sie bekamen viel Beifall.

Das Jugendorchester der Stadtkapelle brachte mit „Jump and Joy“ Schwung in die Turnhalle, und bei „Never forget your Friends“ von Markus Götz luden sie die Zuhörer zum Träumen ein. Beim Queen-Klassiker „Bohemian Rhypsody“ erinnerten sich so manche Eltern an ihre Jugendzeit.

Vor rund 15 Jahren wurden die MRS-Girls gegründet, über die der Weg in die Blaskapelle führt. Die Mädchen aus den siebten bis zehnten Klassen traten ebenfalls zum letzten Mal gemeinsam auf. Aus der „Planet Suite“ von Gustav Holst spielten sie das düstere Stück „Mars“. Mit „The Phantom of the Opera“ von Andrew Lloyd Webber und „Let it Go“ aus Disneys Eiskönigin kamen bekannte Stücke zum Einsatz, die das Publikum zu Beifallsstürmen hinrissen. 65 Bläserinnen standen auf der Bühne, als die MRS-Girls mit dem Jugendorchester der Stadtkapelle auftraten. Abwechselnd dirigierten die Musiklehrer Martin Hirsch, der auch die Stadtkapelle leitet, und Norbert Hintermeier.

Mit „Senor Cadera“ von Len Orcino wurde es spanisch, „so richtig groovend“, wie Moderatorin und Konrektorin Christiane Scharfe ankündigte. „Thank you fort he Music“ sangen und spielten die Mädchen der Bläserklasse 6b und bedankten sich damit bei den Musiklehrern Scharfe, Andreas Steinecker, Alexandra Hamm und Martin Rimböck, für die letzten beiden Jahre. Scharfe hofft, dass möglichst viele Musiker weitermachen, denn „Musik ist etwas Wunderbares“. „Die Mädchen haben für das Konzert ein langes Wochenende in Waldkraiburg zum proben verbracht und dafür auch einen Zuschuss vom Förderverein der Schule bekommen“, sagte Grundner, der auch den Eltern für die vielen gefahrenen Kilometer dankte.

Zum großen Finale ließen 110 Instrumentalisten gemeinsam „Summer Night Rock“ von Steve McMillan ertönen. Langer Beifall beendete den fröhlichen Abend, an dem alle Beteiligten bewiesen, wie viele Facetten Blasmusik bietet.

Bildunterschrift: Ein Hörgenuss: Das Jugendorchester unter der Leitung von Martin Hirsch beim Konzert in der Schulturnhalle.

Klangvolles Kopfkino

Ein Artikel aus dem Erdinger Anzeiger vom 30. April 2019:

Mit einem fröhlichen Konzert begeisterten das Jugendorchester und die Stadtkapelle ihr Publikum in der gut besetzten Stadthalle. Zudem gab es gleich zwei Jubiläen zu feiern.

Erding– Musik, die Geschichten erzählt: Ein mitreißendes Frühjahrskonzert gestalteten das Jugendorchester und die Stadtkapelle Erding am Samstagabend in der sehr gut besuchten Stadthalle. Zugleich gab es zwei Jubiläen zu feiern: Dirigent Martin Hirsch leitet die Ensembles seit 15 Jahren, und Ulrike Scharf führte zum 15. Mal durchs abwechslungsreiche Programm. Vorsitzender Walter Dorn dankte dem Profimusiker Hirsch für seine beeindruckende Aufbauarbeit, die viele junge Leute begeister, und Scharf für ihre charmante Moderation.
Als „bekennender Queen-Fan“ freute sich Scharf ganz besonders, den Queen-Song „Bohemian Rhapsody“ anzukündigen, arrangiert für Blasorchester von Paul Murtha. Das Jugendorchester spielte dieses Stück mit packendem Drive. Energetisch aufgeladen war auch Jan van der Roosts „Flashing Winds“. Die Stadtkapelle Erding ließ hier die Klänge durch den Raum wirbeln.

Eine Hommage an den großen, inzwischen 90-jährigen Filmmusikkomponisten Ennio Morricone kündigte Scharf mit „La Storia“ von Jacob de Haan an. Hier erzählte die Musik opulente Geschichten, schwelgend, stürmisch, mit nachdenklichem Innehalten. Die Stadtkapelle begab sich unter Hirschs versierter und temperamentvoller Leitung mitten in dieses Werk hinein und knipste bei den Zuhörern klangvolles Kopfkino an.

Vor der Pause durchwehte mit „Cry of the Last Unicorn“ eine leise Traurigkeit den Saal. Die Stadtkapelle begleitete das einsame Fabelwesen auf seiner Suche nach weiteren Artgenossen mit „einprägsamer Musik, die unter die Haut geht“, so die Moderatorin. Es wurde eine gebrochene Idylle entwickelt – magisch verzaubernd, schicksalhaft mit dramatischer Steigerung. Alte Legenden von diabolischen Begegnungen flossen in Fritz Neuböcks „Dance with the Devil“ ein. Da fegte die wilde Jagd über die Stuhlreihen hinweg. Die Stadtkapelle entfesselte ein schaurig-schönes Klangspektakel mit ahnungsvollem Glockenläuten und scharfem Peitschenknall. Die Erfolgsgeschichte einer Komponistin skizzierte Scharf, als sie die vielseitigen „Israeli Folk Songs“ von Eva Fodor vorstellte. Flotter Funk bestimmte „Last Call“ von Otto M. Schwarz und fröhliche Beschwingtheit Rudi Fischers „Die Sonne geht auf“.

Als Zugabe wurde dem Publikum eine Serenade geschenkt, deren Melodie man auf dem Nachhauseweg summen könne, meinte Dirigent Hirsch augenzwinkernd.

Bildunterschrift: Eine spannende Musikgeschichte erzählte die Stadtkapelle Erding mit ihrem Dirigenten Martin Hirsch am Wochenende beim Frühjahrskonzert in der Stadthalle Erding