MON-Oberstufen-Wettbewerb: Zuhören lohnt

Ein Artikel aus dem MON-Newsletter vom 20. November 2017:

Fünf Kapellen, ein Ziel: Die Stadtkapelle Erding, die Musikkapelle Holzhausen, das Blasorchester Türkenfeld, die Tölzer Stadtkapelle und die Musikkapelle Münsing treffen sich am Sonntag, 26. November, ab 13 Uhr im Stadtsaal in Fürstenfeldbruck zum Verbandsentscheid im Oberstufenwettbewerb.

Dabei geht es nicht nur um den Sieg in diesem Wettbewerb, sondern auch um die Teilnahme am Landesentscheid, der am 29. April im Stadttheater Ingolstadt ausgetragen wird.
Mit dem Stadtsaal im Veranstaltungsforum Fürstenfeld in Fürstenfeldbruck wurde wieder eine erstklassige Location für den Wettbewerb gefunden. Hier wurden mittlerweile schon einige Blasmusikwettbewerbe durchgeführt und der MON erntete Lob von allen Seiten für die Wahl des Veranstaltungsortes. Es ist also alles bereit für einen hochkarätigen Wettbewerbstag: Fünf hochkarätige Orchester, ein toller Saal und ein motivierendes Ziel. Der Eintritt ist frei, Publikum herzlich willkommen. Um 13 Uhr starten die Vorträge, um 16.45 Uhr werden die Ergebnisse bekannt gegeben und die Pokale überreicht.

Renaissance der Blasmusik

Ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 22. August 2017:

Martin Hirsch, Dirigent der Stadtkapelle Erding, spricht über das Herbstfest, über das Erlernen von Blasinstrumenten und über die Jugend, die gerne Tracht trägt und sich wieder für traditionelle Musik interessiert.

Interview von Carolin Fraunhofer, Erding
Bayerische Traditionen: Herausgeputzt in schöner Tracht, süffiges Bier aus dem Maßkrug und dazu eine leckere Brotzeit und Blasmusik. Dieses Bild zeigt sich in Erding bald wieder, wenn am 25. August das Herbstfest beginnt. Auch die Stadtkapelle Erding ist wieder im Einsatz, um dem Herbstfest einen feierlichen Rahmen zu geben. Mit dem Standkonzert der Stadtkapelle am Schrannenplatz wird der Startschuss für das 77. Herbstfest gegeben, das bis zum 3. September stattfindet.

Die SZ sprach mit Martin Hirsch, dem Dirigenten der Stadtkapelle Erding.

SZ: Herr Hirsch, Volksfest und Blasmusik – das gehört zusammen, oder?

Martin Hirsch: Also für mich auf jeden Fall. Die Blasmusik war schon immer zur Untermalung gesellschaftlicher Festivitäten im Einsatz. Früher noch mehr als Tanzmusik und das aber auch nicht nur in Bayern. Die Tschechei hat mit der böhmischen Blasmusik ebenfalls eine große Tradition.

In Bayern schreibt man sich diesen Brauch wohl oft gerne zu.

Früher wurde eben Blasmusik gespielt, man hat ja auch keine andere gehabt. Mit einem Blasinstrumenten kommt man beim Erlernen auch schneller auf einen grünen Zweig. Und die meisten, denen man damals ein solches Instrument in die Hand gedrückt hat, haben das Anfangsstadium wohl auch nicht überschritten. Heute hat sich der Instrumentalunterricht erheblich weiterentwickelt.

Heute müssen Sie hoffentlich auch niemanden mehr zwingen, in die Stadtkapelle zu kommen.

Nein, die Blasmusik durchlebt derzeit eher eine Renaissance. Die jungen Menschen mischen, was ihnen gefällt. In letzter Zeit sind da oft auch wieder Blasinstrumente dabei. Bestes Beispiel dafür ist die Brass Wiesn in Eching. Was ich so beobachte auf den Volksfesten, auf denen ich ja zum Teil auch selbst spiele, ist, dass die Jugendlichen wieder Spaß dran haben, Tracht zu tragen. Allgemein scheint das wieder im Trend zu sein. Mittlerweile sitzt ja fast das ganze Zelt in Lederhose und Dirndl da. In den Achtzigern war das völlig out. Ich denke, das geht einher mit der Blasmusik.

Also haben Sie auch viele junge Musikanten in der Stadtkappelle?

Oh ja! Ich würde sagen, der Altersdurchschnitt ist grob bei etwa 24 oder 25 Jahren. Der Älteste ist zwar auch schon 78 Jahre, aber die meisten sind in der Gruppe bis 27.

Hat sich das Repertoire dadurch verändert, dass so viele Junge mitspielen?

Na ja, wahrscheinlich anders, als Sie jetzt denken. Am Volksfest spielen wir nur noch traditionelle Blasmusik. Unser Abba Gold Medley fand dort nicht so großen Anklang.

Wie läuft das am Herbstfest nun eigentlich ab? Sie haben Ihre Auftritte alle bereits am Mittag und Nachmittag, teilweise auch unter der Woche.

Das ist eine Mordsorganisation! Das ganze kann nur funktionieren, weil das Ensemble aus vielen Menschen besteht, die sich viel Urlaub dafür nehmen. Die Musiker freuen sich sehr auf das Herbstfest. Für die Erdinger ist das, glaube ich, das wichtigste Fest im ganzen Jahr.

Als Stadtkapelle repräsentieren Sie nicht nur am Herbstfest die Stad. Sind Sie da nicht beleidigt, dass die Stadtkapelle an keinem Tag am Abend spielen darf?

Nein, beleidigt sind wir da nicht. Wir sind sehr dankbar, dass wir so viel spielen dürfen. Auch mal fünf, sechs Stunden am Stück. Trotzdem fände ich es natürlich sehr schön, wenn die Entwicklung dahin gehen würde, dass wieder mehr traditionelle Blasmusik gespielt wird. Ein eigenes Blasmusikzelt wäre natürlich super.

Sie sind kein Fan der Partybands auf dem Herbstfest?

Also für mich persönlich ist das nichts, oder nichts mehr. Aber diese Bands haben natürlich durchaus ihre Daseinsberechtigung.

Wie halten Sie es dann mit dem bekannten “Prosit der Gemütlichkeit?”

Das hängt von der Tagesform ab. Wir haben da keine offiziellen Anweisungen. Wir schauen eben, wie die Stimmung im Zelt ist, und schieben dann ein Prosit ein oder lassen es. Ich persönlich mag das nicht so gerne, das übernehmen dafür gerne die Jungen. Aber ich gebe es gerne ab, dann wirkt es auch gleich viel authentischer.

Kommt es da auch manchmal vor, dass einer der Musiker zu viel mit prostet?

Es gibt ja dieses Klischee, Blasmusik sei eine akustische Bierverdunstung. Bei uns trifft das nicht zu, da wir viele Jugendliche in unseren Reihen haben. Besonders wegen der Jugendarbeit schau ich da schon drauf, dass keiner von der Bühne kippt.

Stehen noch viele Proben für das Herbstfest an?

Wir haben schon im Juli angefangen mit den Proben, um unser Repertoire um etliche neue Stücke zu erweitern. Jetzt stehen vor allem noch die Marsch-Proben an, damit beim Auszug der Wirte alles glatt läuft.

Schmissig, klassisch und niveauvoll

Ein Artikel aus dem Erdinger Anzeiger vom 14. Juli 2017:

Abwechslungsreich und anspruchsvoll war das Sommerkonzert an der Mädchenrealschule Heilig Blut in Erding. Eigentlich wollten die jungen Musiker ihr Können im Freien zeigen. Doch angesichts der unklaren Wetterlage entschieden sich die Organisatoren am Mittwochabend dafür, den Auftritt in die Turnhalle zu verlegen.
Dort zeigten die Jugendlichen ein breites Spektrum an Noten-Beherrschung. Schulleiter Josef Grundner, der sich bei heißen Temperaturen über eine gut besetzte Halle freute, bedankte sich bei den Mitwirkenden und meinte, es sei gute Tradition, vor Schuljahresende noch ein Konzert zu geben.
Mit den schmissigen Klängen des „Royal Crown March“ starteten die Musikklassen 5b/c quasi den ersten „Aufguss“. In ihrem Programm folgten der „Mango Tango“ und schließlich „Dr. Rock“, bevor Konrektorin Christiane Scharfe mit ihren Schützlingen der Klasse 6b „das Ergebnis von zwei Jahren“ präsentierte – eine Arbeit, die sich sehen lassen kann. Ihre Bläsergruppe intonierte zuerst „Shake, Rattle And Roll“, danach Klänge über ein kleines Mädchen aus Trinidad und führte Schottland-Melodien mit angedeuteten Dudelsack-Themen vor. Das Publikum, das vorwiegend aus Eltern, Geschwistern und Lehrern bestand, war begeistert und zollte den Musikern viel Beifall.
Höhepunkt des Abends aber war zweifellos der Auftritt des Jugend-Ensembles der Stadtkapelle Erding. Unter Leitung von Martin Hirsch spielten die Nachwuchs-Musiker neben einer klassischen Ouvertüre das südamerikanische Latin-Jazz-Stück „Oye Como Va“, weltbekannt geworden durch Star-Gitarrist Carlos Santana. Wie Stars wurde auch die junge Truppe von den Zuhörern belohnt, der Applaus steigerte sich gar bis zu heftigem Fußgetrampel.
Bevor sich sieben Zehntklässlerinnen mit Musik und Blumen von ihrer Lehrerin Christiane Scharfe verabschiedeten, hatte die Schulband noch einige schottische Weisen zum Besten gegeben und den Hit „Probier’s mal mit Gemütlichkeit“ aus dem Film „Das Dschungelbuch“.
Ja, es war in Summe ein gemütlicher, beschwingter Musikabend. Schade nur, dass der Funke für diesen Genuss nicht bei allen übersprang. So störten durch den Saal springende Kinder, und für einige Besucher schienen ein intensives Schwätzchen während des Konzerts oder ihr scheinbar unentbehrliches Smartphone spannender zu sein.

Bekenntnis zum Brauchtum

Ein Artikel aus dem Erdinger Anzeiger vom 4. Juli 2017:

Gelungene Premiere für „Tracht & Tradition“ auf dem Altstadtfest: Aus allen Ecken der Erdinger Innenstadt war am Sonntag Volksmusik zu hören. Auf dem Kleinen Platz spielte die Erdinger Stadtkapelle unter Leitung von Martin Hirsch. Auf der Langen Zeile zeigten Alphornbläser und Goaslschnoitzer ihr Können. Der Erdinger Trachtenverein Edelweiß Stamm präsentierte ebenfalls am Kleinen Platz volkstümliche Tänze (Foto). Später stimmte der Erdinger Seemannschor Matrosenlieder an. Der Isentaler Schalmeien-Express aus Dorfen sorgte auf dem Schrannenplatz für Unterhaltung. Da musste sich selbst Petrus gnädig erweisen und schickte wenigstens ab und an ein paar wärmende Sonnenstrahlen. Die genossen auch die Nutzer des verkaufsoffenen Sonntags.

Plakat Bläserkonzert

Gemeinsamer Auftritt junger Blasmusiker
Das Blasorchester der Mädchenrealschule Hl. Blut und das Jugendorchester der Stadtkapelle Erding laden zu einem gemeinsamen Sommerkonzert ein. Es findet am Mittwoch, 12. Juli, um 19 Uhr im Theatron der Mädchenrealschule statt. Es stehen insgesamt 60 junge Musiker mit einem abwechslungsreichen Programm auf der Bühne

Stadtkapelle bläst nun in der Oberstufe

Ein Artikel aus dem Erdinger Anzeiger vom 27. Juni 2017:

Mit 44 Musikern trat die Stadtkapelle zum ersten Mal bei einem Wertungsspiel in der Oberstufe in Mengkofen an und fuhr mit 89 von 100 Punkten den Tagessieg ein.
Seit der Übernahme des Dirigentenamtes durch Martin Hirsch im Jahre 2004 sind sich der musikalische Leiter und der Vorsitzende Walter Dorn einig: Die Stadtkapelle Erding soll ein Oberstufenorchester werden. Nun ist es gelungen. Mit 44 Musikern – alle aus den eigenen Reihen – trat die Stadtkapelle zum ersten Mal bei einem Wertungsspiel in der Oberstufe in Mengkofen an und fuhr mit 89 von 100 Punkten den Tagessieg ein.
An zwei Stücken des Frühjahrskonzerts wurde in der intensiven Probenphase auf das Wertungsspiel nochmals gefeilt. Die Stadtkapelle spielte Appalachian Ouverture und Second Suite von Gustav Holst, ein Originalwerk für sinfonisches Blasorchester vor den Wertungsrichtern. Nachdem die Stadtkapelle bayerischer Landessieger der Mittelstufe im Jahre 2013 wurde, hat das Orchester nun den nächsten Schritt vollzogen. „Die musikalische Weiterentwicklung ist enorm“, lobte der Dirigent seine Musiker. Ziel sei nun, sich als Oberstufenorchester zu etablieren und stabilisieren.
Auch Vorsitzender Dorn blickt durchweg positiv auf den Vorstoß in die nächst höhere Stufe. So sei es nicht nur musikalisch ein voller Erfolg gewesen, sondern auch für den Zusammenhalt der Musiker, die Integration neuer Musiker und auch die Erweiterung der Besetzung, die nun einem Oberstufenorchester entspricht, wichtig.
Für Liebhaber der sinfonischen Blasmusik wird die Stadtkapelle noch dieses Jahr ein weiteres Konzert im Rahmen der Aktion „Soldaten helfen“ in der Stadtpfarrkirche St. Johannes geben – und zwar am 5. Dezember.
Bis dahin ist die Stadtkapelle in und um Erding bei zahlreichen Auftritten mit bayerisch-böhmischer Blasmusik zu hören. Beide Stilrichtungen auf hohem Niveau zu spielen, ist eine Herausforderung, der sich die Musiker Jahr für Jahr stellen.

Bildunterschrift: Zum ersten Mal dabei und schon Sieger: Die Stadtkapelle Erding mit ihrem Dirigenten Martin Hirsch holte beim Wertungsspiel in der Oberstufe den ersten Platz.

Unten wird gegessen, oben spielt die Musik

Ein Artikel aus dem Erdinger Anzeiger vom 12. Mai 2017:

Schulmensa und Übungsraum für Stadtkapelle

Beton und Holz: So wird er aussehen, der Neubau in Altenerding, der im Erdgeschoss Platz für eine Mensa für die Grund- und Mittelschule bietet und im Obergeschoss den lang ersehnten Übungsraum der Stadtkapelle beherbergt. Kosten: 3,73 Millionen Euro. Bezugsfertig wird der Bau aber nun erst im Sommer 2019 sein.
Erding – Als die Stadträte im Planungs- und Bauausschuss im vergangenen Herbst das Bauvorhaben auf dem Areal des abgerissenen katholischen Kindergartens in Altenerding-Süd beschlossen hatten, waren sie noch von einem vorgefertigten Systembau in Holztafelbauweise ausgegangen. Die Entwurfsplanungen hätten jedoch Änderungen ergeben, erklärte Stadtbaumeister Sebastian Henrich den Stadträten nun im Ausschuss.
Alexandra Adamczyk vom beauftragten Architekturbüro Richard Falterer sagte: „Massive Bauteile im Erdgeschoss sind einfach sinnvoller.“ Schließlich ist dort die Mensa mit großem Küchenbereich untergebracht, die im Drei-Schicht-Betrieb täglich bis zu 450 Mittagessen ausgeben kann. Die Betonbauweise unterstütze die Speichereigenschaften im Erdgeschoss und sei damit besser für Wärmeschutz, Brandschutz und Raumklima, so Henrich. Auch die hygienischen Anforderungen etwa durch Dampf und Feuchtigkeit in der Küche ließen sich mit einer massiven Bauweise hervorragend bewältigen.
Weitere Neuerung: Eine vorgespannte Massivdecke soll Schwingungseigenschaft und Schallschutz der Decke über der Mensa verbessern. Diese könne dann auch stützenfrei errichtet werden.
Das Obergeschoss ist der Stadtkapelle Erding vorbehalten. Um die Raumakustik zu verbessern, hat man nochmals die Dachneigung geändert. Sie verläuft nun aufsteigend vom Podest der Schlaginstruimente in Richtung Dirigent. Alle Planungen seien mit der Stadtkapelle abgestimmt. Der Übungsraum würde ihre Zukunft sichern, erklärte Oberbürgermeister Max Gotz (CSU).
Ihn wurmte weniger die Kostenberechnung, die von insgesamt 3,73 Millionen Euro ausgeht. Vielmehr ärgerte ihn, dass die Stadt den Bau nicht komplett vergeben darf und damit eine höhere Kostensicherheit hätte. Dafür gebe es aber laut Regierung von Oberbayern keinen Grund. Für Gotz ist die Forderung der Vergabestelle ein Kostentreiber. „Jetzt hangeln wir uns von Vergabe zu Vergabe. Da ist natürlich ein Risiko dabei“, ergänzte Henrich. Auch der Zeitplan verschiebt sich dadurch. Das Ganze wird erst im Sommer 2019 fertig. Ursprünglich wollte man die Mensa schon ab Herbst 2018 nutzen.
Diskussionen gab es bei der Photovoltaik-Anlage auf dem Gebäudedach. Diese war einigen Stadträten mit einer Leistung von 15 Kilowatt peak zu gering dimensioniert. Planer André Mühlbach hielt dagegen, dies sei das „Optimum vom Kosten-Nutzen-Verhältnis“. Herbert Maier (Grüne) schlug alternativ vor, eine größere Anlage auf den benachbarten Schuldächern zu installieren. Stephan Treffler (ÖDP) unterstützte dies. Die beiden konnten sich jedoch nicht durchsetzen. Die Befürchtung, den Neubau damit zeitlich weiter zu verzögern, überwog bei der Mehrheit der Stadträte.

Mensa für Schulen und Probenraum für Stadtkapelle neu geplant

Ein Artikel aus dem Hallo Erding vom 10. Mai 2017:

Der Neubau der Mensa für die Schulen in Altenerding sowie der Übungsraum für die Stadtkapelle werden nicht in Systembauweise erstellt. In der jüngsten Sitzung des Planungs- und Bauausschussses (PBA) der Stadt Erding wurde die neue Planung für die Gebäude vorgestellt. 3.730.000 Euro betragen die geplanten Kosten. Die neue Bauweise, die im Erdgeschoss eine Massivausführung vorsieht, soll viele Vorteile für die Speichereigenschaften bringen und somit gut Wärme- und Brandschutz sowie das Raumklima sein. Die vorgespannte Massivdecke verbessert die Schwingungseigenschaft und den Schallschutz über der Mensa. Sie kann laut dem Architekturbüro Falterer stützenfrei errichtet werden.
Nach der Richtlinie über Zuweisungen des Freistaates Bayern zu kommunalen Baumaßnahmen im kommunalen Finanzausgleich (Zuweisungsrichtlinie – FAZR) wird das Vorhaben nicht gefördert.
Zusätzlich wird eine Photovoltaikanlage von 15kWp zum Preis von 26.000 Euro brutto auf das Dach gebaut. Laut Betreiber rechnet sich bei dieser Größe eine Speicheranlage nicht, dafür ist sie zu klein und hat mit etwa 15 Jahren eine zu geringe Lebensdauer. Oberbürgermeister Max Gotz erinnerte immer wieder an die Kosten für den Neubau, die bei knapp vier Millionen Euro liegen, als Herbert Maier (Bündnis 90/Die Grünen) vorschlug, die Photovoltaikanlage auf die umliegenden schattenfreien Schuldächer auszudehnen und eventuell einen Speicher für die überschüssige Energie einzurichten. Es werde zwar immer gesagt, die am Bauhof rechne sich nicht, doch sei sie meistens nicht in Betrieb, sagte er.
Die nächtliche Abkühlung und die Belüftung für die Stadtkapelle, die künftig im Obergeschoss, das weiter als leichte Holztafelbauweise ausgeführt wird, residiert, beschäftigte Thomas Schreder (CSU) und Maier. Doch hier wurde ihnen entgegnet, dass das Fensterband und die Klimafunktion für die Abkühlung sorgen. Gotz fügte an, dass er auf die Kreativität der Stadtkapelle setze, die sich dank Sponsoren entsprechend einrichten werde, als Jürgen Beil (FW) nach Akustikmaßnahmen fragte.

Mensa für Mittelschule

Ein Artikel aus der Süddeutschen Zeitung vom 9. Mai 2017:

Der Erdinger Bauausschuss genehmigt die Planung für das  3,73Millionen Euro teuere Gebäude, das in Altenerding entstehen wird. Im Obergeschoss bekommt die Stadtkapelle den lang ersehnten Übungsraum.

Die Stadt Erding schlüpft wieder einmal in die Rolle eines Bauherren: Für 3,73 Millionen Euro errichtet sie ein neues Gebäude bei der Altenerdinger Schule auf dem Grundstück, auf dem früher der katholische Kindergarten in Altenerding stand. Im Erdgeschoss wird das Haus eine Mensa beherbergen, in dem jeden Tag 450 Mittagessen in drei Schichten serviert werden; oben drüber kommt ein Übungsraum für die Stadtkapelle mit schräger Decke – alles für eine gute Akustik. Der Planungs- und Bauausschuss genehmigte die Planung. Auf das Dach wird eine Photovoltaikanlage geschraubt mit einer Leistung von 15 kWp (Kilowatt peak). Zu wenig, finden Grünen-Stadtrat Herbert Maier und ÖDP-Stadtrat Stefan Treffler.

Ursprünglich wollte die Stadt den gesamten Bau an einen Generalunternehmer vergeben, doch daraus wurde nichts. Die Vergabestelle sei “dazwischen gegrätscht”, sagte Stadtbaumeister Sebastian Henrich. Das berge Risiken, sagte OB Max Gotz (CSU): Bei einer Vergabe an einen Generalunternehmer hätte die Stadt Preissicherheit gehabt, jetzt müsse sie sich vorarbeiten “von Vergabe zu Vergabe” und dabei hoffen, “dass wir in der Kostenberechnung bleiben”. Einberechnet ist in die Gesamtsumme von 3,73Millionen Euro auch eine konjunkturelle Preisanpassung für die Haushalte 2018und 2019, wie es hieß. Fertig werden soll das Gebäude im Sommer 2019- also ein Jahr später als noch im September des vergangenen Jahres geplant.

Verabschiedet hat sich die Stadt auch von der Idee, das gesamte Gebäude als vorgefertigten Systembau in Holztafelbauweise zu erstellen: Das Erdgeschoss mit Mensa und Küche wird nun aus massiven tragenden Bauteilen gebaut, dies unterstütze die Speichereigenschaften und sei nützlich für Wärmeschutz, Brandschutz und das Raumklima. Auch das Schwingungsverhalten und der Schallschutz der Decke soll besser werden. Das Obergeschoss wird mit einer leichten Holztafelbauweise auf den Unterbau aufgesetzt. Dabei hat man sich mit Unterstützung eines Akustikers auf eine Dachneigung geeinigt: Es geht aufwärts vom Podest für die Schlaginstrumente in Richtung zum Dirigenten. In diesem Obergeschoss bekommt die Stadtkapelle weitere zwei Übungsräume – auch sie mit schrägen Wänden für eine optimale Klangqualität. Ein paar Nachfragen ergaben sich aus dem Kreis der Stadträte im Planungs- und Bauausschuss, im Großen und Ganzen ist man jedoch mit den Plänen hochzufrieden. Eine Diskussion entzündete sich alleine an der Photovoltaikanlage mit einer Leistung von 15 kWp, deren Kosten-Nutzen-Verhältnis den Stadträten als optimal angepriesen wurde – worin aber Herbert Maier und Stefan Treffler nicht zustimmen wollten. Maier sprach von einer Verzinsung von vier Prozent bei einer größeren Anlage. Beide betonten, dass man eine größere Anlage auf dem Schuldach zeitlich völlig entkoppelt bauen könne.

Sie widersprachen der mehrfach geäußerten Auffassung, dass eine größere Photovoltaikanlage auf der Schule – statt der kleineren auf dem Dach der Mensa – den zeitlichen Ablauf für die neue Mensa komplett durcheinander bringen würde. Durchsetzen konnten sie sich aber nicht. Vier Stadträte stimmten insgesamt für den Antrag, den Treffler schließlich formuliert hatte und demzufolge die Rathausverwaltung hätte prüfen sollen, ob eine Photovoltaikanlage auf dem Schuldach nicht doch wesentlich günstiger wäre als die Anlage auf der Mensa. Vorerst ist diese Idee nun aber vom Tisch.

Erdinger Stadtkapelle beweist ihre Bandbreite – Volles Haus in der Stadthalle

Ein Artikel aus dem Erdinger Anzeiger vom 2. Mai 2017:

Nicht nur Volksmusik hat die Stadtkapelle Erding im Repertoire. Sie spielt ebenso Sinfonien und Heavy Metal. Das präsentierten die Musiker bravourös in der Erdinger Stadthalle.
Walter Dorn, Vorsitzender der Stadtkapelle Erding, konnte viel Lokalprominenz begrüßen. Umweltministerin Ulrike Scharf führte durchs Programm und gab Hintergrundinformationen zu den Komponisten und Stücken.
Unter der Leitung von Martin Hirsch eröffnete das Jugendorchester den musikalischen Frühling mit einem beschwingten „Libertango“ von Piazzolla, um dann gefühlvolle, aber auch lebendige Stücke von Stevie Wonder zum Besten zu geben. Dass den jungen Musikern diese Musik besonders gefiel, konnte man an den lächelnden Gesichtern und wippenden Füßen erkennen. Auch die Solisten des Jugendorchesters meisterten ihre Partien hervorragend. Mit „Oye Como Va“ brachten die Jugendlichen Latin-Jazz und spanischen Sonnenschein in die Stadthalle. Lang anhaltender Applaus zeigte die Begeisterung der Zuschauer in der gut gefüllten Stadthalle.
Nach einem kurzen Orchesterwechsel entführte die Stadtkapelle die Zuhörer mit Pauken und Trompeten der „Appalachian Overture, Op. 51“ in den Süden Amerikas, in die Zeit der Siedlertrecks und Westernfilme. Mit „Enigma Variation – Nimrod“ des Briten Edward Elgar, der mit „Land of Hope and Glory“ die inoffizielle Hymne England geschaffen hat, erfolgte ein gelungener Wechsel zur klassischen Musik.
Tosenden Applaus gab es für das „Marimba Concerto“. Die zarten, warmen und dann wieder vollen Töne, die Florian Eickhölter dem Marimbaphon bei seiner Premiere entlockte und das Zusammenspiel mit den jeweiligen Solisten und Musikinstrumentengruppen der Stadtkapelle bildeten eine perfekte Einheit. Eickhölter bediente dabei vier Schläger, wobei er mit geschickter Bewegung auch den Abstand der Schläger an jeder Hand verändern konnte.
Mit Gustav Holsts „Second Suite in F“, die an englische Militär- und Marschmusik erinnerte, ging es in den zweiten Teil des Abends. Hervorragend zum Ausdruck kam in „Elisabeth – The Musical“ die Zerrissenheit, die Melancholie und dann wieder das Jauchzen der Kaiserin. Ruhig beginnend war hier die Musik im Prolog, die immer mehr anschwoll, bevor sie in die Abgründe des „Totentanzes“ abdriftete und dann zur Walzermelodie überging.
Für die Romantiker folgte „Fly me to the Moon“ von Bart Howard, ein Jazzstück, das Frank Sinatra 1965 sang. Der Wechsel dieses romantischen und leidenschaftlichen Musikstücks zwischen Dur und Moll war für das Orchester kein Problem, und die Zuschauer wippten fröhlich mit.
Das „Latin Pop Special“ entführte mit südamerikanischer Musik und Kastagnettenklang die Zuhörer wieder in sonnig Gefilde, bevor mit Stücken der Gruppe Deep Purple Heavy Metal Musik Einzug in die Stadthalle fand. Es war fantastisch, wie die Musiker mit „Burn“, „Highway Star“ und vor allem „Smoke on the Water“ den Musikinstrument den Heavy-Metal-Sound entlockten.
Mit der sehr lebendigen Zugabe „Caribbean Hideaway“ beendete die Stadtkapelle Erding ihr hörenswertes Frühjahrskonzert. Das Publikum war begeistert.